Freitag, 29. Dezember 2017

Hannelore Köppl, bekannte Augsburger CSU-Frau, nimmt Stellung: "Akzeptable Lösung für die Problemgruppe finden!"

Hannelore Köppl gehört seit einiger Zeit zu den bekanntesten CSU-Frauen in Augsburg. Sie engagiert sich besonders für den Augsburger Stadtteil Oberhausen, der durch die menschlichen Probleme am Helmut-Haller-Platz vor dem Oberhauser Bahnhof öfters im Gespräch ist. Sie trat mit einem Paukenschlag als Stellvertretende CSU-Vorsitzende in Oberhausen zurück. Grund: Sie wollte den Kurs ihres Ortsverbandes bei der Einrichtung eines Süchtigentreffs in Oberhausen nicht mehr unterstützen. Hannelore Köppl ist eine der ganz wenigen Politikerinnen in Augsburg, die sich oft auf dem Helmut-Haller-Platz aufhält und auch die dortigen Probleme der Alkohol- oder Drogensüchtige bestens kennt.

Hannelore Köppl bei Bob's Festival "Sommer am Kiez" auf dem Helmut-Haller-Platz in Oberhausen. Neben ihr Ordnungsreferent Dirk Wurm, der mit seinem Vorschlag für einen Süchtigen-Treff, in einer ehemaligen Kneipe, in der nicht weit entfernten Dingelerstraße, mächtig Prügel bekam.
(Foto: Neue Szene)

ASZ-Frage: Hallo Hannelore Köppl, was hat Ihnen dieses Jahr in Augsburg gefallen?

Hannelore Köppl: Ich konzentriere mich im Wesentlichen auf den Stadtteil Oberhausen. Absolut „geil“ war, neben unseren ARGE Veranstaltungen, der Sommer am Kiez am Helmut-Haller-Platz.

ASZ-Frage: Was hat Ihnen dieses Jahr in Augsburg nicht gefallen?

Hannelore Köppl: Die bereits beschlossene Tarifreform des AVV für 2018 halte ich größtenteils nicht für sinnvoll, denn sie ist für einige Stadtteile nachteilig. Man sollte den Individual-Verkehr reduzieren und nicht fördern.

ASZ-Frage: Was hätte man in Augsburg dieses Jahr endlich machen sollen?

Hannelore Köppl: Eine, für alle, akzeptable Lösung für die Problemgruppe am Helmut-Haller-Platz finden.

ASZ-Frage: Was würden Sie anders machen, wenn Sie der OB in Augsburg wären?

Hannelore Köppl: Das kann ich leider nicht beantworten, da ich die Arbeit unseres OB`s, Dr. Kurt Gribl,  sehr schätze.

ASZ-Frage: Ihr schönstes Erlebnis dieses Jahr in Augsburg?

Hannelore Köppl: Die positiven Rückmeldungen, welche meine Arbeit als Vorsitzende der ARGE Oberhausen begleiten.

ASZ-Frage: Ihr schlimmstes Erlebnis in Augsburg dieses Jahr?

Hannelore Köppl: Der frühe Tod meines Mannes am 11.12.2017.

ASZ-Frage: Welche Augsburger Probleme haben Sie dieses Jahr beschäftigt?

Hannelore Köppl: Wir haben es in Augsburg mit einem eher gering verdienenden Anteils der Bevölkerung zu tun. Warum ist das so? Was kann man dagegen tun? Die Augsburger Politik muss sich intensiv mit diesem Thema beschäftigen.

ASZ-Frage: Warum leben Sie so gern in Augsburg?

Hannelore Köppl: Augsburg ist übersichtlich und wir leben nicht in der absoluten Anonymität. Von den letzten 20 Jahren, die ich hier in Augsburg lebe, möchte ich keinen Tag missen.

ASZ-Frage: Was wünschen Sie sich für Augsburg im nächsten Jahr?

Hannelore Köppl: Ein harmonisches, multikulturelles Miteinander. Wir müssen uns mit mehr Toleranz begegnen.

ASZ-Frage: Was machen Sie am kommenden Silvester?

Hannelore Köppl: Ich habe noch keinen Plan, aber mein Labrador „Miss Ellie“ muss dabei sein.

Hannelore Köppl am Rednerpult der Augsburger CSU.

Sonntag, 24. Dezember 2017

"Ich hasse dieses Deppenblatt!"

Weihnachts-Wünsche von unserem
Herr Ausgeber und dem Christkind:
"Lest über die Festtage mal ne gscheite Augsburger Zeitung, die sich nur der Wahrheit verpflichtet fühlt, falls Euch eine solche Zeitung einfällt. Nicht immer den verlogenen Schmarrn hier in der Augsburger Skandal-Zeitung, weil wir halt von den Anzeigenkunden gekauft sind."


Samstag, 23. Dezember 2017

Nur ein mieses Geschäft? Vermurkster Fugger-Boulevard soll mit Verlusten aufgehübscht werden ...

"Alleine bei der Kostümabteilung betragen diese Kosten ca. 1,7 Mio Euro."
Stadtrat Otto Hutter schaut bei einem umstrittenen Deal etwas genauer hin: "Der Verkauf des alten Stadtarchiv-Gebäudes erfolgte leider ohne Ausschreibung und ...

... aus der Abwägung heraus, dass vom Käufer zugesagt wurde, den Standort des Unternehmens  ..."

... mit wenigen Mitarbeitern in Augsburg zu belassen."

Interview mit dem Augsburger Stadtrat Otto Hutter von den Linken über den umstrittenen Verkauf des Stadtarchiv-Gebäudes am Augsburger Stadtmarkt.



In der Stadtratssitzung am 21.12.2014 wurde mehrheitlich beschlossen, das Archivgebäude in der Fuggerstraße 12 an die Verwaltungs-GmbH eines Medienunternehmers zu verkaufen.



ASZ-Frage: Wie kam denn dieser Verkauf des Gebäudes am Augsburger Stadtmarkt mit dem Ulrich R.J. Kubak, dem Chef des Klassik-Radios, der jetzt noch im Hotelturm sitzt, eigentlich zustande?

Otto Hutter: Der Verkauf erfolgte leider ohne Ausschreibung und aus der Abwägung heraus, dass vom Käufer zugesagt wurde, den Standort des Unternehmens mit wenigen Mitarbeitern in Augsburg zu belassen. Damit erhofft man sich eine kulturelle Aufwertung des Quartiers.

ASZ-Frage: Klingt ja fast nach Epressung, wenn ihr nicht verkauft, verliert ihr wieder Arbeitsplätze,  käme ja nach den Entlassungen bei Osram und vielleicht auch bald bei Kuka nicht so gut.

Otto Hutter: Der sehr günstige Kaufpreis wird in kurzer Zeit dadurch aufgebraucht, dass die erst kürzlich einquartierte Theater Kostümabteilung und das Bauaktenarchiv wieder umziehen müssen, in deren neue Mietstandorte investiert wird und für nicht absehbare Zeit Mietzahlungen anfallen.

ASZ-Frage: Aha, das heißt von den Verkaufsmillionen, die so stolz herumtrompetet werden, bleibt dann nix bis noch weniger übrig, oder?

Otto Hutter: Alleine bei der Kostümabteilung betragen diese Kosten bis 2025 ca. 1,7 Mio Euro ohne Umzugskosten und Mietsteigerung. Beim Bauaktenarchiv dürfte diese Kosten ca. 1 Mio betragen. Damit ist der Kaufpreis in kurzer Zeit „verfrühstückt“.

ASZ-Frage: Verrückt, wie kann der Augsburger Stadtrat dann das machen? Hat der noch alle Tassen im Schrank? Kann da keiner mehr rechnen? Wollen die unser schönes Augsburg völlig ruinieren?

Otto Hutter: Es war wohl eine Frage der kulturellen Gewichtung des neuen Besitzers und dessen kultureller Strahlkraft auf den Standort der Fuggerstraße, die seit 2009 darauf wartet, der „Augsburg Boulevard“ zu werden und immer noch eine Innenstadtbrache darstellt.

ASZ-Frage: Die Finanzreferentin Eva Weber muss das doch sehen, dass es immer weiter in den Zukunftsabgrund geht....

Otto Hutter: .... die Finanzreferentin hat sich die Verkaufsentscheidung, wie sie sagt, nicht leicht gemacht. Schließlich hat die gewünschte Standortsicherung des Klassiksenders und die Verlegung dessen Sendezentrale von Hamburg nach Augsburg den Ausschlag für den Verkauf gegeben.

ASZ-Frage: Das wird ja immer schlimmer hier in Datschiburg. Steckt da Absicht oder Dummheit dahinter oder was sonst? Verdient sich jemand eine goldenen Nase?

Augsburger Stadtarchiv, altes Gebäude auf altem Foto an der vermurksten Fuggerstraße.
So sieht das ehemalige Stadtarchiv am Stadtmarkt aus, in dem der Medien-Unternehmer Kubak die große Kultur-Sause abziehen will. Die Stadt Augsburg, die im Geld schwimmt, mietet sich halt andere Gebäude.


Otto Hutter: In der gleichen Sitzung wurde beschlossen, für eine städtische Verwaltung ca. 2600 qm Büroflächen im Zentrum mindestens bis zum Jahr 2050 anzumieten. Mit Indexierung liegen die Mietkosten für diesen Zeitraum bei ca. 15 Mio Euro.

ASZ-Frage: Wahnsinn. Wir bekommen gleich keine Luft mehr. Augsburg wird die größte Schuldenburg aller Zeiten. Da wärs vielleicht besser gewesen die Weihnachtsbombe wäre hochgegangen und Augsburg wäre ausradiert samt seinen Schulden. Gribl wird sicher mal in die Augsburger Historie als der größten Schulden-OB aller Zeiten eingehen. Ob er noch schlafen kann? Was soll diese teure Anmietung?

Otto Hutter: Offenbar hat die Stadt ihre Strategie verlassen, Verwaltungsflächen aus Mietverhältnissen in eigen genutzte Gebäude zu verlegen und so den Verwaltungshaushalt zu entlasten.

ASZ-Frage: Verstehen wir nicht. Bitte erklären Sie das uns Bürger, äh, Deppen genauer.

Otto Hutter: Mit diesem Argument wurde jedenfalls im Jahr 2011 die Grottenaupost unter dem damaligen Finanzbürgermeister gekauft. Bei großen Verwaltungsgebäuden, die in den letzten Jahren in der Innenstadt verkauft wurden, wie auch die ehemalige Handwerkskammer am Schmiedberg, hat die Stadt nicht mehr zugegriffen. Sie kehrt offensichtlich wieder in Mietverhältnisse zurück in einer Zeit, in der die Zinsen unter 1% liegen und die Mieten stark steigen.

ASZ-Frage: Wir sind fassungslos. Sind wir nicht die Fuggerstadt? Das Vorbild für Reichtum schlechthin.

Otto Hutter: Grundsätzlich stellt sich die Frage, ob die Stadt nicht mehr in der Lage ist, die Stadt mit eigenen kreativen Nutzungskonzepten in stadteigenen Immobilien weiter zu entwickeln.

ASZ-Frage: Luft! Wir kriegen keine Luft mehr. Es reicht ... Bitte, ein mildes Schlusswort.

Otto Hutter: Nachhaltige Politik mit Verantwortung für Folgegenerationen stellt man sich jedenfalls anders vor. 
Übrigens: Das sehen auch meine Stadtratskollegen Volker Schaftitel, Christian Pettinger, Regina Stuber-Schneider, Christian Pettinger, Alexander Süßmair unf Oliver Nowak.

Wird das Gebäude am Stadtmarkt zu billig verschachert? Warum hat es die Stadt nicht behalten? Finanzreferentin Eva Weber tat sich angeblich mit dem Verkauf schwer.



Freitag, 22. Dezember 2017

Prostamt?

Seit sich rumgesprochen hat, dass die Post in Augsburg zu Weihnachten alle Kunden mit einem Becher Glühwein begrüßt, will die Warteschlange im Bahnpostamt nicht mehr abreißen.

Die Vierradhelden

Parken in Augsburg ist nur eine Sache des Mutes. Platz gibts genug, man muß sich nur trauen ...

Es gibt bessere Süchtigen-Treffs in Augsburg

Unsere neue Serie:
Augsburgs schönste
Süchtigen-Treffs
(Teil 1)

Vorbildlich gelöst wurde der Augsburger Süchtigen-Treff im Stadtteil Pfersee. Hier soll auch der Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl mit seiner Gattin hausen. Und einige mehr oder weniger wichtige Stadträte.

Im Gegensatz zum Augsburger Migranten-Ghetto Oberhausen, besonders am Helmut-Haller-Platz vor dem Bahnhof, wo jetzt in einer verlassenen Apotheke der umstrittene Süchtigen-Treff hinkommen soll.

In den schönen neuen weißen Kästen bei den luxuriös gestalteten Sitzinseln beim Pferseer Süchtigen-Treff an der Augsburger Straße, Ecke  Kirchbergstraße, sind die Informationen über Sicherheitssucht bis zu Drogen- und Politiksucht enthalten.  Da müssen die Süchtigen keine beschwerlichen Wege auf sich nehmen. Ja, da scheut die Stadt keine Kosten, wenn unsere Plätze verschönert werden sollen -besonders wenn keine Polit-Promis in dem Viertel wohnen.

Fröhliche Alkoholsüchtige rufen uns in Pfersee von den bequemen Sitzbänken daher zu: "Schau net so blöd!"

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Dieter Schwedes ging von uns - Ein Augsburger Pop- und Rockheld

Dieter Schwedes bei einem seiner letzten Auftritte mit den Cannons in der Kirche St. Jakob in der Augsburger Jakober Vorstadt.

Schade, schade, Dieter Schwedes, einer der großen Augsburger Pop- und Rockmusiker legte vor ein paar Tagen für immer seine Gitarre und sein Mikro in den Koffer. Nach einer schlimmen Lungenentzündung packte er es leider nicht mehr.

Dieter Schwedes gehört zu den Gründungsmitgliedern von Augsburgs ältester und erfolgreichster Band "Roy Black an his Cannons", die im Winter 1963 ihren ersten Auftritt in Augsburg im Musik- und Tanzclub "Femina" hatten. Dieter kam aus der Rock'n'Roll-Szene und Er war auch dabei, als die ersten Proben mit Roy Black als Sänger in dessen Party-Keller in Göggingen stattfanden. Dabei waren auch Helmut Exenberger an der Gitarre, Dieter Sirch und Günter Ortmann am Piano.

Dieter Schwedes und die Cannons erinnern im 21. Jahrhundert an ihren Durchbruch vor 50 Jahren im Augsburger Moritzsaal.
(Foto: C. Hornischer)

Zusammen mit seinem Neffen Peter Schwedes hatte Dieter vorher schon in diversen Bands Tanzmusik und Rock'n Roll von der Bühne geschmettert. Als die beiden in einer Band namens "Honkytonks" in "Charlys Affenstall" im Spickel eine Sänger für den Fasching 1963 suchten, wurde ihnen Roy Black vermittelt. Mit ihm trat Schwedes, der vorher bei der French-Combo spielte und sang, dann auch in den Augsburger US-Kasernen auf. Davon gibt es ein Tondokument.

Dann kam das legendäre Moritz-Saal-Konzert im Juni 1964, das teilweise vom Fernsehen übertragen wurde, wobei man über Augsburg als das "Liverpool" von Bayern berichtete. Dieter Schwedes sang dabei mit Roy Beatles Songs wie "Twist And Shout". Dabei wurde der Polydor-Produzent Hans Bertram auf Roy Black und seine Band aufmerksam. Das wird ausführlich geschildert in dem Buch von Arno Loeb über Roy Black.

Die French Combo war eine der ersten Bands, in denen Dieter Schwedes spielte. Mit dabei auch Dolf Beutner, der später Drummer bei den Cannons wurde.

Homepage der Bands Team 70 und The Cannons.

Mit Roy Black und seinen Cannons-Kollegen nahm Dieter Ende August 1964 vier Songs für zwei Singles für Polydor auf: "Sweet Baby mein" und "Let's Go".

Nachdem Roy Black 1965 mit "Du bist nicht allein" eine Solo-Karriere startete, machte Dieter in Augsburg mit diversen Bands wie "The Surfboys", "Jackpot 5", The Smiles mit seiner ersten Frau Anita - und dann am längsten mit "Team 70" als Gitarrist, Sänger und Komponist musikalisch weiter.
Dieter Schwedes bei Team70 am Augsbuger Hexenbrunnen. Mit dabei auch Günter Ortmann, mit der auch schon bei den Cannons zusammen war.
Dieter Schwedes bei Jackpot 5 mit dem GoGo-Girl Sandy. Eine Band speziell für Konzerte in den Augsburger US-Kasernen.

Dieter Schwedes mit den Musikern Giampero Lucchini und dem Punkrocker Arno Loeb im Hof der Augsburger Musikhochschule.

Nachdem Roy Black 1991 verstarb, erlebten die Cannons ein viel beachtetes Revival. Auch in dem "Roy Black Musical" spielten sie eine wesentliche Rolle.

Dieter Schwedes war immer für viele Musikrichtungen offen. Von Punk bis Volkslied. Für den Augsburger Schlagerstar Gerd "Sweety" Schönherz komponierte er die Titel "Alles zahl ich dir zurück" und "Verlier keine Zeit." Auch den fetzigen Faschingshit "In Augschburg is der Deifl los". Die Texte dazu stammen vom Punkrocker Aaron Blöd.

Am Schluss spielte Dieter noch mit seinem Musiker-Freund Günter Ortmann stimmungsvolle Songs für Senioren in Augsburg, die damit gerne ihr Tanzbein schwangen.

Roy Black and his Cannons mit Dieter und Peter Schwedes, Helmut Exenberger und Dieter Sirch. Vor einer Schrift am Bühnenvorhang die Dieter angefertigt hatte, der als Beruf Dekorateur im Augsburger Kaufhaus Merkur gelernt hatte.

Auf Youtube sind viele eigene Songs von Dieter zu hören. Dieter war ein Star, der stets Gelassenheit ausstrahlte. Wichtigtuerei mochte er überhaupt nicht. Sein Stil war: mit Musik überzeugen und nicht mit Eitelkeit! Das wichtigste in seinem Leben war die Musik, bestens unterstützt wurde er dabei von seiner Ehefrau und Managerin Elli, die es wusste, dass Musik sein Anfang und seine Ende ist.

Mit seiner Gattin Anita gründete Dieter Schwedes die Band "The Smiles". Auf dem Bild sind auch Pop-Produktionen mit GG Anderson zu sehen. 

Dieter gab immer Alles, wenn er sang.
  
Die Cannons in der Kirche. Hinter sich Roy Black auf der Leinwand. Dieter winkt zum Abschied.

Bis zum Schluss hatte Dieter viele weibliche Verehrer, die ihn oft schon als jungen Musiker kannten.

Dieter Schwedes überlebte Dieter Sirch, den ersten Drummer der Cannons und auch den Megastar Roy Black. ebenso den ersten Cannons-Bassisten Peter Schwedes. Deutschlandweit bekannt wurde Dieter durch seinen Auftritt und Sieg bei der Rudi Carell Show mit einem Engelbert-Song. Viel Eindruck machte Dieter mit seiner softigen Vibrato-Stimme die bis in die letzten Winkel der Herzen, besonders bei Frauen vordrang.

Dieter Schwedes auf dem ersten Bandfoto der Cannons 1963
im Herbst mit Roy Black. Welcher ist es?
Dieter Schwedes trug schon einen Herzschrittmacher als er in der vollen Kirche St. Jakob mit den Cannons eine Hommage an Roy Black, verstärkt mit Cellistinnen und Kinderchor, aufführte. Aber Dieter gab nie auf. Es war die Musik und die Bühne und ein begeistertes Publikum die ihm immer wieder Kraft zum Weitermachen schenkten.

Dienstag, 19. Dezember 2017

Augsburg-Touris angesosst

Grandioses Augsburg-Marketing mit Lügen.
Kein Ochsenbraten weit und breit.
Touris fühlen sich verarscht.

Eine Info-Tafel am Fuße des Perlachbergs, am Eck eines Holzspielzeugladens, teilt in Augsburg den Touris voller Freude mit, dass sie in nächster Nähe wunderbaren Ochsenbraten bestellen können: Entweder in der "Papiermanufaktur Brechts", oder im Ristorante "Trieste", oder in der "Nudelmanufaktur".

Aber wer sich da voller Hunger auf den Weg zum leckeren Ochsenbraten macht, der wird bitter enttäuscht. Weder im "Brechts", noch im "Trieste" und auch nicht in der "Nudelmanufaktur" bekommt er das gewünschte Fleisch vom Ochsen, der aus dem Wittelsbacher Land stammen soll. Mit Knödel und Blaukraut als Beilage, wie das Foto auf der Info-Tafel verspricht. Der enttäuschte Touri steht, mit dem im Mund zusammengelaufenen Wasser,  dann da wie der Ochs vorm Berg.

Auch wenn noch so viele Logos auf dieser Tafel drauf sind, stimmts nicht. Aber wir wissen ja, das kleine Augsburg verkauft sich am besten mit großen Lügen.

Kann ja auch echt nicht stimmen, denn das "Trieste" ist inzwischen ein indisches Restaurant namens "Taj Mahal". Wie wir wissen sind Kühe und Ochsen den Indern heilig und werden nicht als Braten aufgetischt. Und die Nudelmanufaktur ist vom Perlachberg in den Stadtmarkt gewandert und am Perlachberg ist jetzt das "PerlachAcht", in dem aber lieber gebratene Garnelen oder gebeizter Lachs serviert werden. Na, gut, der ausgehungerte Touri kann sich hier geschmorte Rinderbacke mit Schwarzwurzel, Liebstöckel und Kartoffelpürree servieren lassen. Immerhin.

Und im "Brechts", beim "Brechthaus" gegenüber, kann der frustrierte Touri sich auf das handgeschöpfte Papier des Wirts das Wort "Ochsenbraten" draufschreiben und dann reinbeißen.

"Ich fülle mich total angesosst", meinte eine Touristin aus Österreich, die keinen Ochsenbraten aufgetischt bekam, wie ihn ihr die offizielle Info-Tafel versprochen hat.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Bei dieser Sauerei sollte ein verärgerter Touri halt auf Schweinbraten umschwenken.  Wo es den gibt? Ja, mei, da wird uns sicher bald eine neue Info-Tafel aufklären!"

Unser Tipp für alle verbitterten Touris: Vom Fleichfresser zum Veganer mutieren und auf der anderen Straßenseite das Dreizehn im Kulturhaus Kresslesmühle besuchen.

Augsburgs Lügen-Ecke.




Sonntag, 17. Dezember 2017

Sonntags-Bildla

Sparsame und höfliche Stadt Augsburg: statt "ungebetene" Gäste für OBs Ständer, kürzt man vornehm ab: "u.

Schaut mal, dieser Pullover ist gerade in vielen Augsburger Schaufenstern zu sehen. Warum? Wir mögen halt Großmäuler, oder?

Da wohnt jetzt aber kein Fußball-Fan, in diesem Bergheimer Anwesen?

Gute Idee der Augsburger Wirtschaftsreferentin Eva Weber: Jetzt tritt Augsburg gegen die Ballon-Stadt Gersthofen an: Behutsamer Einstieg mit einem kleinen Ballonladen in der Jakober Vorstadt. Ist ja auch viel lustiger als sich mit dem Innovationspark herumzuplagen.
Und jetzt fliegst du!

Komisch, wir sehen in Augsburg keine Möpse mehr?
Gingen sie in die Küche?

Hier ist der Schnee für Augsburg drin. 'Der Industrieschnee, auf den wir schon so sehnsüchtig warten? Oder der andere Schnee auf den auch schon einige Sinnlose so süchtig warten?

Unglaublich aber wahr: mitten in Augsburg gibt es noch einen kleinen Zeitungs-Kioske. Verkaut...äh...ft sich das Papierzeug so schlecht?
Und die Minutentakte werden bei Trams und Bussen immer Kürzer. Sicher ein Verdienst des Vorneeinstiegs bei Bussen und Vereinfachung der Fahrpreise.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Ich sehe was, was du nicht siehst ...

Wieder mal ein Augsburger Kinder-Buch.
Nach dem Buch über Engele und König.
Jetzt: "Das große Augsburger Wimmelbuch" von Daniela Grabner.
Veröffentlicht vom Münchner Volk-Verlag

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Große Gewinn-Aktion!
Wer unseren Herr Ausgeber in dem Wimmelbuchbild entdeckt, der gewinnt 1 Löbkuchen!

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Dazu unser passender Weihnachts-Himmel-Witz

Ein Mann kommt am 3. Advent in eine Wirtschaft und sieht an der Theke einen Typ sitzen, der auf seinem Schoß ein kleines Pferdchen hat, dass er die ganze Zeit streichelt.
Verwundert fragt der Mann den Typ an der Theke, wo der das niedliche Geschöpf herhabe. Dieser behauptet, dass ihm auf dem Marktplatz eine Fee erschienen sei und ihm einen Wunsch gewährt hätte. Deshalb habe er das kleine Pferdchen. 

Neugierig geworden macht sich der Mann sofort auf zum Marktplatz. Bald ist er zurück in der Wirtschaft. Unter den Armen trägt er zwei Melonen in Scheiben geschnitten. 

Ziemlich sauer macht er den Typ mit dem Pferdchen an: „Du hättest mir ruhig erzählen können, dass die Fee schwerhörig ist. Ich wollte zwei Millionen in kleinen Scheinen, und was ich bekommen habe, siehst du selbst.“ 

Darauf der andere Mann: „Meinst du etwa, ich wollte einen 30 Zentimeter großen Schimmel?“

So gehts auch


Drei Poster auf dem Auto - und schon darf man ungestraft quer in der Augsburger Fußgängerzone parken. Derfsch hald ned bleed sei!

Süßer die Wege nie waren ...


Seit das Salzstreuen auf Gehwegen in Augsburg verboten ist, wird nur noch weißer Kandis verwendet.

Montag, 11. Dezember 2017

War waiss mahr?

Dra Chanasa mat dam Kantrabass ...
... adar sands nar Callas?

Ahhhhhhh

Augsburgs schönste Klo-Türen, jetzt entdeckt. Tief im Süden, in Bergheim, im Jägerhaus. Da geht man auch gern rein, wenn weder Darm noch Blase arg drücken. Hier sollen schon viele Bergheimer CSU-Revolutionen vereinbart worden sein.



Jetzt muss ja der Gerhard Schmid in Inningen ran um mit hartem Rechtskurs für die CSU einige AfD-Wähler einzusacken. Da haut er auch auf seine Chefin Angela tüchtig drauf, die nach seiner Ansicht zu doof ist um eine Energiewende und Flüchtlingskrise richtig zu bewältigen.

Konservativer Aufbruch nennt sich seine Sekte, ist aber wohl als Konservativer Einbruch zu werten.

Aber leider haben sie in Inningen keine so schöne Klo-Türen wie im nahen Bergheim und darum wird die Konservative Revolution auch nicht klappen.

Samstag, 9. Dezember 2017

Trinkwalder und Söder und wer ist der Haifisch?

"Und der Haifisch, der hat Zähne."


In der Augsburger Weinbar "Jakobus" feierte unsere Augsburger "Textil-Heilige" Sina Trinkwalder ihren erfolgreichen Schlagabtausch mit dem designierten bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Fernsehen bei der Sendung mit "maybrit illner". Sie bezeichnete ihn als "Polarisierer" und "Zündler" beim Thema mit den Flüchtlingen. Und sie warf ihm an den Kopf, dass man die Bürger nicht mit Angst regieren soll und kann.
Trinkwalder bei maybrit illner nicht immer ganz brav neben Söder, über den sie sich als "Teilzeit-Trump" lustig machte und als Angstmacher kritisierte.
Mit den Musikern Matthias Wolff am Mikro, Tom Gratza am Keyboard und Klaus Dallmeir an der Trompete sang das Super-Marketing-Weib, die mit ihrer regionalen Textilwerkstatt viele Menschen beschäftigt, ein paar eigene Lieder und begleitete sich dabei gekonnt am Keyboard. Sie wollte ja mal Opernsängerin werden.

Und vereint mit den Musikern und den Gästen der ganzen Jakobus Bar, samt Wirt Udo und Wirtin Hilde, sang die bebrillte Sina natürlich die brechtige Augsburger Hymne vom "Mackie Messer". Auch Sinas neuer Freund steuerte einige Töne dazu bei und wurde dafür reichlich mit Bussis belohnt.

Ob mit dem Haifisch und seinen Zähnen dann der machthungrige CSU-Aufsteiger-Söder gemeint war, konnten wir nicht herausbekommen.
Vor dem digitalen Feuer: Sina und Matthias, der ihr Textheft hält.

Und ob Sina Trinkwalder beim Winterfestival "Frieren am Kiez" (FAK) auf dem Helmut-Haller-Platz dann auf die Bühne steigen und den Söder als "Zündler" einladen wird, der die Feuer in den Tonnen entzünden soll, war auch nicht zu erfahren.

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Wenn die Trinkwalder einen Song über den Söder machen würde, wüsste ich schon was sich auf Söder reimt!"

P.S. Naja, wir wüssten ein ähnliches Wort, das sich auf Seehofer reimt. Aber: Mit Namen soll man keine Scherze treiben, sagte schon Knigge. Sonst müssten wir ja noch verraten, dass Sina Trinkwalder nicht nur im Wald trinkt ....
Auch Bahnhofsbuchhändler Benjamin Wintergerst sang aus vollem Hals bei "Mackie Messer" mit. Auch wenn er sich daran erinnerte, dass er früher bei der CSU war und sie bei der SPD und sich politisch zofften. Jetzt verkauft er ihre Bücher am Hauptbahnhof stapelweise und will mit ihr bald auch eine Schallplatte mit ihren Songs produzieren. Wir sind gespannt.



Sag mir wo die Bäume sind ...




Weil unserer Grünschleiche das Geld für neue Bäume fehlt, wurde jetzt im Beethovenviertel ein Versuch mit austauschbaren Topfpflanzen gemacht. Dabei soll getestet werden, welche Baumart sich speziell für Feinstaubzonen eignet. Die Anwohner hatten schon gehofft, dass statt des ehemaligen Baumes jetzt ein dringend notwendiger Parkplatz entsteht. 

Unsere ukrainische Putzfrau meint: "Mal sehen, ob das Grün gegen den Asphalt und das Pflaster in unserer Stadt überhaupt noch eine Chance hat."

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Freundlich aber machtlos gegen hohe Tarife für Bus und Tram?

Riesenaufregung und Ärger um die neuen Tarife bei Bus und Tram in Augsburg. Ab dem 1.1.2018. "Warum zieht man uns so viel Geld dafür aus der Tasche?", wollen die Augsbürger wissen. "Und warum wird alles noch komplizierter mit diesen Tarifen?" Viele wollen wieder mehr mit dem Auto in die Stadt fahren. Andere mehr mit dem Fahrrad. "Mobilität einfach und fair“, stimmt dieser Slogan nicht?

Der Augsburger SPD-Stadtrat Florian Freund will auch beim Augsburger Nahverkehr mit Bussen und Bahnen mehr Gerechtigkeit. Er stimmte jedenfalls nicht für die neuen umstrittenen Tarife der SWA für Bus und Tram.

Der Augsburger Stadtrat Florian Freund von der SPD sprach mit uns über dieses heiße Thema, ohne seine Kollegen im Stadtrat zu schonen.

ASZ-Frage: Hallo, Florian Freund, Sie sind als SPD-Mann Stadtrat in Augsburg. Wir haben gehört, die Augsburger SPD hätte im Stadtrat gegen die neuen Tarife bei Bus und Tram gestimmt. Ist da was dran?

Florian Freund: Ja, wir haben gegen die Tarifreform gestimmt, weil uns das „Jedermann-Ticket“, ab 9:00 Uhr, als Ersatz für alle anderen vergünstigten Tickets unzureichend erschien. Gerade Senioren und Sozial-Ticket-Berechtigte, die regelmäßig vor 9:00 Uhr unterwegs sein müssen, zum Beispiel geringverdienende Alleinerziehende, beziehungsweise Aufstocker generell, trifft die Regelung. Zudem glauben wir nicht, dass die Reform geeignet ist, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs im nötigen Maß zu erhöhen.

ASZ-Frage: Damit seid Ihr wohl allein? Die Grünen und die CSU im Stadtrat sehen das wohl anders.

Florian Freund: Also, unsere Einschätzung hat übrigens auch die SPD im Landkreis Augsburg geteilt, die in ihren Gremien ebenfalls entsprechend abgestimmt haben. Beschlusslage der Augsburger SPD ist die Einführung eines 365-Euro-Tickets. Dieses muss allerdings vom Freistaat mitgetragen werden. Hier wird es dann relativ kompliziert... Der Freistaat ersetzt z.B. der Stadt die Kosten der Schülerbeförderung.

ASZ-Frage: Sicherlich Riesensummen, oder?

Wie schön war die alte Zeit mit den Augsburger Trams, als es nur einen einzigen Tarif gab. Da fuhr man gern mit der Schienen-Marie, weil es billig und einfach war. Und ein Schaffner war auch noch dabei, der die Karten verkaufte und für Ordnung und Sauberkeit in der Tram sorgte.

Florian Freund: Das sind je nach Abo-Preis eben die entsprechenden Kosten des Abos für berechtigte Schüler. Senken wir jetzt den generellen Abopreis auf 30 Euro, also 365 pro Jahr, spart sich der Freistaat auf diese Weise einen hohen Millionenbetrag, 5-6 Mio, an Zuschüssen an die Stadt Augsburg. Der Stadt würden dann entsprechend Mittel fehlen. Aus diesem Grund, wird es ohne Freistaat nicht gehen.

ASZ-Frage: Aha, uns ist sowieso unklar, warum Schüler überhaupt was zahlen müssen um in ihre Schule zu kommen, wo sie das doch nicht freiweillig tun. Die weiter weg wohnen zahlen sogar mehr. Was können die dafür? Manche allerdings zahlen nichts. Ein Wirrwarr. Komisch, dass die Grünen Stadträte zugestimmt haben, höhere Preise bei Bus und Bahn sind doch umweltfeindlich.

Florian Freund: Die Grünen haben zugestimmt, nach meiner Erinnerung, weil sie die Stoßrichtung, mehr Anreize für Abos, grundsätzlich nachvollziehen konnten, sich zwar mehr gewünscht hätten, aber die komplexen Abstimmungsprozesse innerhalb des AVV auch berücksichtigen wollten. Außerdem hätte es wohl keine Reform gegeben, wenn sich zu dieser Reform keine Mehrheit gefunden hätte. Wir haben ja auch versucht, Verbesserungen hinzubekommen. Das war leider weder uns noch der Landkreis-SPD möglich.

Florian Freund zählt zu den wichtigsten Augsburger SPD-Leuten.
Manche handeln ihn schon als den kommenden
OB-Kandidaten der Augsburger Sozis.

ASZ-Frage: Traurig, traurig, wozu braucht man dann eine GroKo im Augsburger Stadtrat? Das hätte die CSU auch alleine hinbekommen.

Florian Freund: Da waren wir anderer Meinung und haben es auch kund getan. In der Koalition und in Gesprächen mit den Beteiligten konnten wir uns nicht durchsetzen. Deshalb haben wir dagegen gestimmt.

ASZ-Frage: Werden die neuen Tarife ein Erfolgt für die Stadtwerke Augsburg und den öffentlichen Nahverkehr?

Florian Freund: Wird interessant sein, ob die Ziele von der SWA erreicht werden, insbesondere mehr Abonnenten zu gewinnen.

ASZ-Frage: Es wird immer verrückter und ärgerlicher mit den Bussen und Trams. Die Vorneeinsteigerei bei den Bussen ist doch ein gewaltiger Schmarrn. Umständlich, zeitraubend und bei schlechtem Wetter kundenfeindlich. Bei den Trams kann man aber einsteigen wo man will. So ein Krampf.

Florian Freund: Ich halte den Öffentlichen Personennahverkehr in Augsburg ja eigentlich für gut. Straßenbahn im 5 beziehungsweise im 7 Minuten Takt ist prima. Was die Zahlen angeht, wird es interessant sein, ob die Abonnentenzahlen mit den neuen Tarifen stärker wachsen als der Zuzug. Was passiert, wenn man die Schüler rausrechnet?

In den Augsburger Stadtteil Göggingen fuhr einst eine der ersten Augsburger Straßenbahnen.


ASZ-Frage: Wir glauben weder an Märchen und auch nicht immer den Stadtwerken ihren Zahlen. Außerdem glauben wir nur, dass die Augsburger Stadträte keine Ahnung vom Nahverkehr haben. Nie sehen wir welche mit Bus oder Tram durch die Stadt fahren. Die haben ja alle einen geheimen Parkplatz unterm Perlachberg.

Florian Freund: Ihr seht uns nicht, weil wir Stadträte grundsätzlich nur zu grundsoliden Uhrzeiten unterwegs sind, wenn Ihr noch schläft. Außerdem hat mir meine Frau das Auto abgenommen.

ASZ-Frage: Uns bleibt es rätselhaft, warum man nur noch relativ günstig 4 Stationen fahren kann. Warum nicht 5 oder 6 oder mehr? Wer bestimmt das? Wie kommen die auf diesen Blödsinn? An manchen Strecken sind 4 Stationen ziemlich weit, an anderen nicht. Das ist völlig doof. Wer sich sowas Unausgegorenes ausdenkt, der sollte mal seine Tassen im Schrank nachzählen. Darüber kann uns dieses komische Mobilabo auch nicht hinwegtrösten.

Florian Freund: Ich hab im Moment noch ein Jahresabo. Deswegen ist meine individuelle Erfahrung mit den anderen Ticketformen begrenzt. Was cool ist ist die Fahrradmitnahme, finde ich. Hatte neulich einen Platten und konnte einfach in die Strossabo.

ASZ-Frage: Geht aber nicht in jedem Bus.

Florian Freund:
Deswegen hab ich mein Jahresabo jetzt zum nächsten Jahr aufgegeben... ich bin dieses Jahr fast nur Rad gefahren... auch heute übrigens. Weils einfach am schnellsten geht und ich super an der Wertach entlang fahren kann.

ASZ-Frage: Vielleicht sollte man allen Bürgern ein Fahrrad schenken, die mit Bus uns Tram fahren. Wäre volkswirtschaftlich super. Dann hätten wir alle mehr Zeit zum Arbeiten und Geld verdienen. Und die teuren Busse und Bahnen, ein wahnsinniges Zuzahlgeschäft, könnten wir abschaffen.

Florian Freund: Ich bin auf jeden Fall fürs Fahrradfahren, auch bei knapp um die null Grad bist wenigstens wach und es zieht dir die Fakten im Gesicht wieder flach.

Die Zukunft des öffentlichen Nahverkehrs in Augsburg wird immer schlimmer. Und jetzt wirst du abgezockt!