Montag, 4. Dezember 2017

Romantischer gehts nicht




Der Durchbruch ist geschafft: wohl erstmals auf einem historischen Weihnachtsmarkt wird in Augsburg zeitgemäße Leuchtreklame eingesetzt. Wie beim Plastikfachwerk schon, werden es im nächsten Jahr dann alle nachmachen.  Glühweingutscheine überwinden alle Hürden.

Adventskalender geplant - irgendwann


Hoffentlich bleibt dieses Kleinod unserer schnuckeligen Altstadt erhalten. Hier sind Denkmalschutz und Heimatpflege gefragt. Der CiA plant jedenfalls schon für den Dezember 2082 die hohlen Fenster als Adventskalender zu gestalten.

Brutaler Frieden

Augsburg war seit jeher bekannt für seine Toleranz und das Miteinander der Religionen. Wer den falschen Glauben hatte, wurde ausgewiesen, gebrandmarkt, die Zunge herausgeschnitten, oder hingerichtet. Eine wahre Friedensstadt eben. Aber wir hörten, die Stadt will diese misshandelten Bürger beim nächsten Friedensfest rehabilitieren. Bravo!

Augsburg hat die besten und billigsten Preise für Bus und Tram, oder?


Mijnheer Holthuis liebt den öffentlichen Verkehr

von Maarten Holthuis

Wir Holländer lieben ja bekanntlich den öffentlichen Verkehr. Verkehr in der Öffentlichkeit – dafür sind wir ja geradezu weltberühmt. Wer denkt nicht an de Walletjes, wenn von Amsterdam die Rede ist. Mögen die Bigotten lästern, wir bleiben bei unserem moet kunnen. Obwohl, hier in der alten Reichsstadt mußte ich rasch feststellen, in Sachen öffentlichem Verkehr übertreffen uns die Augsburger bei weitem.

Um alle Winkel dieser Weltstadt entdecken zu können, hatte ich mir neulich ein sogenanntes Tagesticket zugelegt. Ein solches gilt vom Kauf in der Morgendämmerung bis weit, also Stunden nach Mitternacht ! Exakt bis 3 Uhr morgens. Und in manchem Winkel fahren erste Vehikel bereits vor 5 Uhr früh.

Unermüdlich queren sie die Metropole und geben erst lange nach dem Beginn des neuen Tages, nummerisch ausgedrückt nach 30 Minuten auf. Vom ZSB, dem zentralen Straßen-bahnknotenpunkt Königsplatz rücken die letzten Trambahnen pünktlich aus, um die ermatteten Bürger und Bürgerinnen Augsburgs zu den letztmöglichen Anschlußbussen zu bringen, damit sie sich kurz nach 24 Uhr 30 zur Bettruhe begeben können.


Dies spricht für die außerordentliche Einhaltung der Sorgfaltspflicht seitens der Verkehrsverantwortlichen. Denn kein Tourist sollte in Augsburg – im Gegensatz zu vielen, ja beinahe den meisten anderen Orten – gezwungen werden, 24 Stunden lang durch die Stadt zu kutschieren. Damit die Besucher die Regierungshauptstadt des bayerischen Schwaben in bester Erinnerung behalten, erlauben es die Modalitäten der Verkehrsbetriebe, beizeiten die Herberge aufzusuchen, sich zu entspannen. Denn das 24-Stunden-Ticket gilt hier nur 19 Stunden.

Wie ich von Eingeweihten erfuhr, brechen die hiesigen Verkehrsplaner immer wieder auf, um in anderen Weltstädten Erfahrungen zu sammeln, wobei sie insbesondere von deren Fehlern profitieren, pardon, lernen. In Paris stellten sie bei einer ihrer Exkursionen verblüfft fest, es gibt keine Möglichkeit für Rollis, die Metro zu benutzen. Lifte fehlen generell und selbst Rolltreppen sind äußerst selten. Dies wollten die Augsburger nicht auf sich sitzen lassen. 

Erst kürzlich machten Strassenbauarbeiten es nötig, statt der Straßenbahn erstmals die langen Gelenkbusse als Schienener-satzfahrzeuge einzusetzen. 

Damit fremde Bahnreisende mit ihren Koffern und dem übrigen Gepäck den einheimischen Passagieren nicht die Stehplätze rauben können, wurden an sämtlichen Türen die Druckknöpfe im Außenbereich entfernt, so daß alle Fahrgäste, Eingeborene ebenso wie die als Bagage bezeichneten Touris, vorne beim Chauffeur einsteigen dürfen, wobei es usus ist, die Freude über das Eintreffen des Transportvehikels mit dem Wedeln des Beförderungsscheins kund zu tun. 


So stauten sich daher die Gäste im ersten Drittel und belegten den Platz, der vormals für Kinderwagen und Rollstühle vorgesehen. Die restlichen zwei Drittel der Schienenersatzfahrzeuge blieben nicht nur im Bereich der Stehplätze leer; auch die Polster der Sitzplätze glänzten förmlich ob des Ausbleibens von Fahrgästen. Der Probelauf stand unter dem Motto: Alle reden von Inklusion – Augsburg praktiziert die Umsetzung der rentableren Exklusion!

Ein Ausflug nach Wien bestärkte die Repräsentanten der Führungsetage in ihrem Vorhaben, die Ticketpreise reel zu gestalten. Um in Wien von einem Ende der 23 Bezirke zum anderen zu gelangen, sehen sich die armen Fahrgäste genötigt, bis zu eineinhalb Stunden in Bus, Tram, S- & U-Bahn verbringen zu müssen. Da die meisten auch zum Ausgangspunkt zurückkehren wollen, ergibt sich mitunter eine dreistündige Fahrtzeit an einem einzigen Tag!

Da eine Durchquerung der Schwabenmetropole samt Retourfahrt in einem Drittel der Zeit zurückgelegt wird, war eine Fahr-preisverbesserung nur konsequent. Zahlen Wiener für ihre Wochenkarte 16,20 €, so kostet das Augsburger Pendant nur schlappe 19,00 €, obwohl sich hier vor Ort ein Transfer durch die gesamte City inklusive Retoure in einem Drittel der Zeit bewerkstelligen läßt. 

So betrachtet wäre ein Preis von 48,50 € für die Wochenkarte durchaus angemessen.

Wirklich arm dran sind in Wien Rentnerrinnen und Pensionisten, gelten doch deren Tickets ab dem 60ten Lebensjahr – eine Diskriminierung sondersgleichen! Die Österreicher nehmen ihre Senioren einfach nicht ernst. 

Daher benutzen viele die Öffentliche eher selten, weshalb für diese unbedeutende Zielgruppe ein Hin- und Rückfahrtbillet eingeführt wurde. Wer die Stadt auf diese Weise zwei Mal quert und quasi drei Stunden vergeudet, wird mit einem Strafzoll in Höhe von 2 x 1,40 €, in summa 2,80 € belegt. 

Da sich die Fahrtzeiten in Augsburg so auswirken, daß die Passagiere ungleich rascher transportiert werden, erheben die Verkehrsbetriebe lediglich einen 5 Cent höheren Betrag pro Strecke, was unterm Strich gerade einmal 2 x 1,45 € ausmacht, demnach nur 2,90 € für eine Gesamtfahrtzeit von rund 20 Minuten anfallen!

Einmal mehr versetzen mich die Rechenkünste der Fuggernachkommen in Erstaunen.

Ganz besonders am Herzen liegt den Augsburger Stadtoberen das Wohl der Jugend. Um den Teenies und Twens am Freitag- und Samstagabend ein unbeschwertes Ausgehen zu ermöglichen, werden Nachtbusse eingesetzt. Der passende Slogan lautet: Sicher nach Hause! 

Daher gelten auch – ganz anders als in München, wo täglich Nachtbusse und -trambahnen im Stundentakt unterwegs sind, Streifen- oder Zeitkarten anerkannt werden – in Augsburg weder Zeitkarten, noch Streifenkarten und gar das Tagesticket oder City plus der DB, geschweige denn Bayern- oder Schönes-Wochenendticket! 

Zum Schutz der Jugend wird ein Extrafahrschein verkauft, weshalb sich viele Jugendliche gemeinsam eine Taxigruppenfahrt zu ihrem Winkel gönnen. 

So wird gewährleistet, daß keine Übergriffe in städtischen Bussen erfolgen können, ein Beispiel, welches verdeutlicht, wie weit wir in de Nederlande hinterherhinken. 

Laßt uns dem Innovationsschub Augsburgs folgen! 

Bei uns dreht sich alles nachwievor nur um Kaas un Bloemen ... 





Geisterfahrer & Fam. Braun: Mit der Humor-Kanone auf die Kleinen!


So gefällt uns die Kabarett-Bühne super:
ohne Tuiach, Koch und Krabbe.

Wer da nicht lachen muss, wenn Silvano Tuiach als Geisterfahrer und Gabriele Koch und Roland Krabbe als Herr und Frau Braun ihre Supergags von der neuen Piss-App und Weißwürsten in der Kloschüssel ins grölende Publikum jagen, der muss ein Hirn wie ein Meerschweinchen haben. Oder wie ein Augschburger, der lieber zum FCA geht, als neben seinem Weibchen zu liegen. Hahaha!

Wir AfD-Fans finden es schon Klasse, dass das Kaberettisten-Trio Tuiach-Krabbe-Koch mal so richtig gegen die Missstände in unserem schönen Augsburg mit der Humor-Kanone vorgeht. Vor allem gegen die asozialen Weiber, die wie die schlimmsten Parasiten von Hartz IV leben und dann noch mit ihrem iPhone Urlaubsgeld im Arbeitsamt beantragen und ins Nagelstudio hetzen müssen.

Auch die Migranten im Ghetto Oberhausen bekommen mal voll das krasse Fett weg, weil die Migranten immer alles - dumm wie sie sind  - in eine Tonne werfen. Diese Dödel hat sich ein Hausmeister mal tüchtig vorgeknöpft, äh, intergriert. Hahaha!

Und Türken kann man auch kannibalisch entsorgen, das ist einsame Gaudi-Spitze. Gut, der Spaß mit den Bergzigeunern, die zu Bergvagabunden werden, oder ist's andesrum?, is scho bissle dünn. Weil man das halt nicht mehr sagen darf. Wir warteten da noch auf den Schaumkuss statt Mohrenkopf. Hahaha!

Geht es noch witziger wie mit einem Sketch, in dem eine pensionierte Stripperin als singende Wirtin ein Wirtshaus in Lechhausen aufmacht, in dem es keine Koteletts, Bockwürste oder Debreciner mehr gibt. Aber Fleischknödel gibts, immerhin, naja, als Busen im Dirndl-Schaufenster der Frau Braun - immerhin noch größer als die Hirne der beiden verkalkten Stammgäste am Gasttisch. Holladrio und hahaha!

Mit Küchen und ihren Tücken kennt sich Tuiach aus. Hat er nicht mal ein Feinkostlokal "Konstantin" und damit viel Geld in den Sand gesetzt? Um das wieder reinzuholen hat er seine vermoderten Gags ausgegraben und verwöhnt uns mit pfeffrigen Kommentaren samt genialen Karikaturen in der AZ, von der Herr Braun behauptet, das sei doch keine Zeitung. Wahnsinnig provozierend, ach wenn die Abendzeitung (AZ) weit weg in München ist. Hahaha!

Ja, es geht noch witziger: in einem anderen Sketch, muss die Stripperin ihren Auftritt absagen und die Mutter geht dafür als Stripperin hin. Aber sie bekommt nach ihrem Auftritt bei dem sie sich nackt auszieht, den BH statt Geldscheine zugeworfen mit der Bemerkung: "Zieh den gleich wieder an!" Hahaha!

Ganz toll finden wir, dass der AfD-Konditor Gauland gerne Granasplitter backt. Den schenken wir jedem anerkannten Asylanten. Ein Granatenbrüller! Wir können schon auch über uns lachen, gell. Hahaha!

Herrlich auch, wie die dumpfe Klo-Frau, die Bronzemedaille als Augsburg-Heldin von Dr. Kurt Gribl überreicht bekommt. Sie verhindert nämlich die Wildbieselei in Obstkisten auf dem Augsburger Stadtmarkt. Da hätte auch der echte Klomann auf dem Stadtmarkt gegrinst. Gut, dass die Parfümerie Haberstock dieses übelriechende Kloaken-Stück sponsert, würde sonst ja zum Himmel stinken. Hahaha!

Wir bekommen den Lachkoller, als wir hören wer die Silbermedaille, als verdienter Augsbürger bekommen sollte, aber leider nicht kommen konnte: Linus Förster, der Hobbyfilmer. Da verriss es selbst uns Hartgekochten schier die Lachmuskeln. Hahaha!

Sind wir doch mal ehrlich: das stimmt echt, wenn Bill Ramsey singt: "Kalkutta liegt am Ganges, Paris liegt an der Seine", oder war's Vico Torriani? Und es stimmt auch, wenn das Humor-Trio singt: "Augsburg liegt am Lech und wer hier geboren wird, der hat Pech ..." Merkt man ja auch bei den drei Maultaschen-Witzbolden. Und an uns! Hahaha!

Kommunalpolitisch packte das Spätzle-Trio kaberettistisch natürlich den Hammer aus. Das war Polit-Krimi total: warum wird Dirk Wurm niemals Oberbürgermeister in Augsburg? Antwort: Weil bei ihm das "r" falsch im Namen sitzt. Bisher hatten alle OB's in Augsburg, so das Lach-am-Lech-Trio, das "r" am Schluss ihres Namens: Müller, Pepper, Breuer, Menacher! Naja, vergessen wir mal vor Schenkel-Klopfen Wengert und Gribl. Hahaha!

Wir kugelten uns vor Vergnügen, als Augsburgs Polit-Prominenz von Kränzle bis Kränzle tüchtig eins auf die Mütze bekam. Kränzle gehört zum Stadtrat, wie der Keller zum Lachen, oder so, war zu vernehmen. Hahaha!

Mega ist der Kracher-Gag von der Senioren-Klappe für den lästigen datterigen und sabbernden Opa, den man endlich abschieben will. Dem Gag geht's wie einem Wein, je älter desto besser. Tauchte wohl zum ersten Mal um 2014 beim Satire-Portal Postillon auf.

Mit unglaublicher Schärfe geht das Gaudi-Trio in ihrem Kabarett gegen die Reichen und Einflussreichen in Augsburg vor.

Das Kabarett-Trio scheut vor nix zurück: weder vor Scheiße, noch vor noch vor langweiligen Selbstmördern auf dem Perlachturm. Der ist ja leider inzwischen selbstmordsicher.
Ist das Selbstironie, wenn wir erfahren, dass der Selbstmörder auf dem Perlachturm eigentlich ein Demonstrant ist? Sicher demonstriert er gegen Tuiach-Koch-Krabbe und droht herunterzuspringen, wenn die noch länger so blö ... äh ... böses Kabarett machen. Hahaha!

Schön, dass auch einige Altherrenwitze mit Riesenbärten von den Dreien herrlich pubertär relauncht wurden. Da kullert dem Puffgast aus dem Bärenkeller manche Lachträne über die notgeile Backe. Es wimmelt nur so von pornografischen Anspielungen vom Ständer per Smartphone bis hin zum 5-Sterne-Häschen-Club. Es kann sogar auch ein saftiger Schwulenwitz dabeisein. Hahaha!

Dem Augsburger an sich bleibt zwar ein größeres Hirn wie einem Meerschweinchen erspart, das beweist die lustige Hirnforschung auf der Bühne, aber er liebt trotzdem den Sparwitz. Und so lacht sich das Datschiburger Publikum krumm und schief, wenn drei Humor-Kanonen uns klar machen, dass wir heutzutage nur noch Gulaschsuppe statt Flädlesuppe essen müssten, wenn 955 auf dem Lechfeld die Ungarn gegen die Truppen von Otto d. Gr. und Fürstbischof Ulrich gesiegt hätten. Aha, darum gibts eben heutzutage keine Gulaschsuppe nirgends in Augschburg! Hahaha!

Natürlich tauchen außer den Weißwürsten in der Kloschüssel auch noch andere Würste auf wie Debreciner, Bockwürste oder das legendäre Bläsle. Und im Fasching geht Tuiach als Ranzmair als Hartwurtst und verliebt sich in seine zukünftige Gattin, die als Bläsle zum gemeinsamen Metzgerball gegangen war. Hat nicht Tuiach mal Werbung für Reiter-Würste gemacht? Sein Superwerbespuch: "Obs regnet oder heiter, Fleisch und Wurst kauf' i nur beim Reiter!" Naja, bei diesen Anzeigen war er auch ohne ein Buch zu sehen, das ihn als klugen Menschen auf der Kabarett-Bühne auszeichnen soll. Hahaha!


Manche sagen, Kabarettisten dürfen sich nicht verkaufen, um sich nicht in ihrer Meinung zu kastrieren. Wir meinen aber: Was Herr Braun und der Geisterfahrer als fleischgewordener Kaschperl mit ihrer Werbung machen ist doch nur regionale Wirtschaftsförderung.

Ein bisschen daneben fanden wir es, dass auf Jack Fucker mit seiner tollen Sozialsiedlung Fuckerei herumgehackt wurde. Noch schlimmer war es, wie sie mit dem Prof. Dr. Ignaz Walter, den Schilffahrts, dem Immobilien-Lotter, der AZ, RT1 und dem Medien-Clan Holland und vielen anderen Augsburger verdienten Promis umgegangen sind. Das ist sowas von brutal, fast schon antikapitalistisch, kommunistisch und anrachistisch. Merkt Euch für die Zukunft: Man beißt doch nicht die Hand, die Euch füttert! Die werden Euch dann nie wieder ein Bier im gruseligen Zapfhahn spendieren! Hahaha!

Hey, Tuiach, Krabbe und Koch, haut doch lieber noch mehr die kleinen Leute, die Arbeitslosen, die sozial Schwachen in die Pfanne. Gemeinsam könnt ihr doch noch gemeiner, hinterhältiger und explosiver zu Randgruppen, Kranken, Behinderten, Migranten und Flüchtlingen sein. Da toben vor Vergnügen die AfD-Wähler!

Tuiach als lustiger Flaschensammler,
der damit als Geistefahrer-Kaberettist seine
Sympathie für die Menschen
ganz unten beweist.